Fachtagung 2010

Fachtagung 2010

Neue Ziele - andere Wege
Politik in Europa und regionale Netze für Menschen mit Behinderung
Unterstütztes Wohnen II
 

Thesen aus den Foren

Forum 1: Inklusion für Menschen mit schwerer Behinderung

Mit Dr. Heidrun Metzler
Betreuung: Annette Helbig

  1. Menschen mit hohem Hilfebedarf wollen individuelle Lebensformen. Angehörige wünschen sich darüber hinaus Kontinuität und Sicherheit.
  2. Stationäre und ambulante Kategorien müssen aufgelöst werden!
  3. Ein Appell an Leistungsträger und Leistungserbringer:
    Menschen mit schwerer Behinderung sollen nicht auf dem Weg zurückbleiben!
  4. Das Unbekannte bei der Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen soll zur Gewohnheit werden.

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Forum 2: Nutzer sind Experten!

Mit Klaus Candussi, Janna Harms, Martin Konrad, Thomas Plischkowsky, Enrico Schaffrath, Harald Siebert, Nicole Thomas. Betreuung: Andreas Wessel

  1. Nueva heißt: Nutzer evaluieren Dienste für Menschen mit Behinderungen.
  2. Nueva hilft Nutzern, ihre Meinung zu sagen.
  3. »Nueva hilft anderen Menschen, aus ihrem Schneckenhaus heraus zu kommen.« Enrico Schaffrath, UNIQ-Peer
  4. Eine Fach-Ausbildung für Menschen mit Behinderung ist wichtig.
  5. In der Fach-Ausbildung ist das Peer-Prinzip wichtig. Menschen mit Behinderungen können von anderen Menschen mit Behinderungen lernen.
  6. Nutzer können sich gegenseitig stärken.
  7. Selbstvertretungs-Gruppen sind wichtig!

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Forum 3: Nutzer/innen-Beteiligung im Bereich Psychiatrie

Mit Marion Bennewitz, Barbara Bortz, Arne Jannsen und Jasna Russo. Betreuung: Petra Heine

  1. Fazit: Die Überprüfung der Hilfen aus Nutzersicht ist erforderlich und möglich!
  2. Frage: Wie kann eine sinnvolle und partnerschaftliche Nutzerbeteiligung in der Zukunft sichergestellt werden?

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Forum 4: Bürgerschaftliches Engagement im Bereich Psychiatrie

Mit Maurizio Capitanio, Maria Elena Ghezzi, Mirella Gretter Faes, Dr. Renzo De Stefani, Dr. Emanuele Torri. Betreuung: Patrizia Di Tolla, Ivana Waldheim. Dolmetscher: Walter Kögler

  1. UFE – Experten aus Erfahrung – sind spezielle Fachkräfte. Nutzer und Angehörige, UFE , Nutzer und professionelle Fachkräfte begegnen sich auf Augenhöhe.
  2. UFE sind Teil des Alltags in den Diensten. Fachkräfte profitieren von den Experten aus Erfahrung. Die Qualität der Dienste und die Ergebnisse der Behandlungen verbessern sich durch die Beteiligung der UFE.
  3. Nutzer, die heute als UFE arbeiten, fühlen sich besser: Partizipation führt zur Heilung!
  4. »Außerordentliche Dinge geschehen, wenn wir sie gemeinsam anpacken.«
  5. »Das Projekt macht Hoffnung: Eine gute Anregung für Berlin!«

Forum 5: Die Behindertenhilfe als Akteur im multikulturellen Gemeinwesen

Mit Karl Stengler. Betreuung: Falko Hoppe

Der Zugang zur Zielgruppe »Menschen mit Behinderung aus dem
traditionell türkisch-islamischen Milieu« erfolgt nur über

  1. die Zustimmung der Moschee
  2. die Einstellung von Mitarbeitenden, die türkisch sprechen und aus dem Milieu stammen
  3. einen Treffpunkt, der offen für alle Menschen der Zielgruppe bzw. des Milieus ist.

Forum 6: Ressourcen für Menschen mit Behinderung im örtlichen Sozialraum

Mit Prof. Dr. Karl-Ernst Ackermann, Kati Kroß, Janine Trebuth. Betreuung: Birgit Angermann, Reinald Purmann, Andrea Siebert

  1. In allen Lebensbereichen gilt es, Ressourcen für Teilhabe im gesellschaftlichen Leben aufzuspüren. Beispiel: Bildung.
  2. Wenn Regelinstitutionen sich öffnen, verändern sie sich. Auch Sonderinstitutionen werden herausgefordert.
  3. Bildung lässt individuelle ressourcen wachsen und fördert das »Teil sein«.
  4. Die Leitidee stößt sich an Finanzierungsstrukturen, zum Beispiel wenn allgemeine Bildung im Rahmen der Eingliederungshilfe nicht abgesichert ist.
  5. Ein Ziel der Inklusion muss die inklusive Bildungseinrichtung sein. Beispiel: inklusive Volkshochschule.
  6. Lebenslanges Lernen ist ein Rechtsanspruch aus der UN-Konvention und muss ermöglicht werden.

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Preview: Schnupfen im Kopf - Head Cold

Ein Film von Gamma Bak
92 Minuten, Originalfassung (deutsch, englisch, ungarisch) mit deutschen Untertiteln, Farbe, DVD. Im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin 2010, 40. Internationales Forum des jungen Films

13.30 Uhr  Kinosaal Erdgeschoss. Gamma Bak ist anwesend.
Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung.

Über diesen Film
Psychose. Eine Krankheit, die nicht heilbar scheint, eine Diagnose, die das Leben der Betroffenen buchstäblich auf den Kopf stellt. Nichts ist mehr, wie es war, an Aufenthalte in der Psychiatrie schließt sich eine oft lebenslange Abhängigkeit von Medikamenten an, deren Nebenwirkungen gravierend sein können. Über die Krankheit zu sprechen ist ein Tabu – denn wer erklärt sich schon freiwillig für verrückt? Die selbst betroffene Autorin und Regisseurin Gamma Bak hat es zum ersten Mal überhaupt gewagt, über die diversen Stadien ihrer Krankheit einen autobiografischen Film zu drehen. Entstanden ist ein extrem intimes und faszinierendes Selbstporträt, das nicht nur einen Einstieg in das komplexe Thema bietet, sondern auch einen direkten Einblick in das Ringen mit der Diagnose "Psychose" und der damit verbundenen Stigmatisierung erlaubt.  (aus der Presseinformation)

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Forum 4 aktuell: Nutzerbeteiligung in der Psychiatrie

Am 19.08.2010 sprachen wir vorab mit unserem Referenten für das Forum 4, Herrn Dr. Renzo De Stefani aus Trient. Lesen Sie hier das Gespräch doc 47 kB.

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Jetzt erhältlich: Das Buch zur "Kundenstudie"

Monika Seifert: Kundenstudie - Bedarf an Dienstleistungen zur Unterstützung des Wohnens von Menschen mit Behinderung.
420 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Tabellen.
Hardcover, 35 EUR inklusive Mwst. und Versand.
ISBN 978-3-941216-28-0, RHOMBOS Verlag, Berlin 2010
Bestellungen direkt unter http://www.rhombos.de/, E-Mail bestellung1(at)rhombos.de
T 030 261 68 54, F 030 261 63 00

Informationsblatt pdf 4 MB

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Hier entlang zur Dokumentation der Fachtagung