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Unbekanntes Wirtschaftswunder
Sozialbranche zwischen Nichtachtung und Skandal
Dienstag, 27. März 2012, 13 bis 18 Uhr
Bank für Sozialwirtschaft
Oranienburger Straße 13/14, 10178 Berlin
Die Veranstaltung ist ausgebucht.
Veranstalter:
Bank für Sozialwirtschaft, Berlin
Der PARITÄTISCHE Berlin e.V.
die reha e.v.
in Zusammenarbeit mit Berliner Wirtschaftsgespräche e.V.
Moderation: Alfred Eichhorn
12.30 Uhr Einlass | Getränke, Kaffee
13.00 Uhr Zum Thema | Begrüßung
Matthias Ninke, Geschäftsstellendirektor Berlin, BfS
Dr. Rudolf Steinke, Berliner Wirtschaftsgespräche e. V.
Oswald Menninger, Der PARITÄTISCHE Berlin
13.15 Uhr Vortrag
Krise und Zukunft des Sozialstaats
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität zu Köln
13.45 Uhr Forum I
Skandale, Kontrollen und Rendite – ethische Probleme sozialer Dienstleistungen
Ist das Leitbild "Sozialstaat" für die Bundesrepublik Deutschland strittig oder gar hinfällig? Woran liegt es, dass über die größte Wirtschaftsbranche (»Hilfsindustrie«) in der Öffentlichkeit höchst unklare Vorstellungen bestehen. Ist die Komplexität der sozialen Leistungserbringung zu schwer durchschaubar? Was können Sozialunternehmen und Verbände tun, um in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden?
Wie haben sich die Rahmenbedingungen sozialer Träger in den Jahren nach der Reform der Sozial- und Gesundheitsgesetzgebung verändert?
Welche Absichten hat der Berliner Senat mit der Umsetzung der Bundesratsinitiative zu unangekündigten Kontrollen in sozialen Einrichtungen?
Öffentlichkeit, Druck aus der Verwaltung und Stichwort Transparenz: Welche Probleme der Steuerung ergeben sich daraus für soziale Unternehmen?
Über das Bild des Sozialen in der Gesellschaft, das Image sozialer Leistungen und die Konsequenzen für Entscheidungsträger diskutieren unter anderem
15.00 Uhr Kaffeepause
15.15 Uhr Forum II
Sozial oder Wirtschaft? Was ist noch sozial an der Sozialwirtschaft?
Wie können Verantwortliche in Politik und Verwaltung in Zeiten knapper Kassen überhaupt agieren? Welche Schwierigkeiten bereiten sozialpolitische Entscheidungen? Wie fließen ethische Fragestellungen in betriebswirtschaftliche Steuerungsprozesse sozialer Dienstleister ein?
Sind soziale Unternehmen nur Kostentreiber gesellschaftlicher Ausgaben? Wie sind sie als staatlich beauftragte Leistungserbringer, Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber, Partner in öffentlichen Belangen und als Wirtschaftsunternehmen in Stadt und Region eingebunden? Wie unterscheiden sich "große" und "kleine" Träger?
Impulsreferat
Der Sozialwirtschaftsbericht Thüringen. Fakten aus der regionalökonomischen Analyse und ein Transfermodell zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Sozialwirtschaft
Martin Ehrlich, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Es diskutieren:
16.30 Uhr Kaffeepause
16.45 Uhr Podiumsdiskussion
Die Zukunft der Eingliederungshilfe – Spagat zwischen Fachkonzept und Sparzwang
Worum geht es in der Bundesratsinitiative zum Zwölften Sozialgesetzbuch? Wie sollen Steuerungsmöglichkeiten für Kosten- und Leistungsträger einerseits und passgenaue Hilfen für die Zielgruppen andererseits besser gewährleistet werden?
Welche Konsequenzen ergeben sich aus der strengen Personenzentrierung der Hilfen sowie der Möglichkeit, Angebote zur beruflichen Rehabilitation "in Konkurrenz" zum bestehenden System der WfbM zu entwickeln? Wie sehen Budgetmodelle aus? Wie läuft künftig Sozialpolitik in Berlin? Und wie wird sie bezahlt?
Es diskutieren:
18.00 Uhr
Empfang bei Bier und Brezel
Änderungen vorbehalten
